Die Erwartungen der präsenten Buchhändler in den USA werden 2011 um einiges übertroffen, trotz der Konkurrenz durch eBooks und Onlinehändler. Das sich das Geschäft mit Büchern jedoch langfristig erholt, ist eher unwahrscheinlich. Für das Weihnachtsgeschäft gibt es noch keine konkreten Zahlen, es ist jedoch nicht mit Europa zu vergleichen. In Europa gibt es noch keinen so großen Druck auf den Buchhandel, weil es hier noch keinen so hohen Digitalisierungsgrad gibt.

Ein Grund für die Umsatzsteigerung im US-Buchhandel ist der Konkurs von Borders. Dies war die zweitgrößte Bücherhandelskette der USA. Nun müssen sich diese Kunden neue Händler suchen. Doch ob die Zuwächse von Dauer sind, bleibt noch abzuwarten. Die Erfahrung hat bisher gezeigt, dass wenn eine Bücherhandelskette pleite geht, der Umsatz völlig wegbricht. Gute Geschäfte macht man derzeit auch mit teuer gebundenen Büchern in den USA. Der Trend geht hin zu Büchern zwischen 50 und 75 Dollar.

Das sich der Markt konsolidiert, ist schon lange zu beobachten. In Europa gibt es auch schon seit Jahren einen Konzentrationsprozess. Jedoch ist hier der Markt noch nicht so stark ausgeprägt, weil es eine Buchpreisbindung und eine Struktur gibt. In den USA ist der Markt jedoch unregulierbar. Doch auch in Europa wird immer mehr Fläche abgebaut.

Die Branche in den USA schaut trotz der jetzt guten Umsatzzahlen skeptisch auf die Zeit nach Weihnachten. Im Januar befürchtet der Handel einen Umsatzeinbruch, da auf dem Wunschzettel verstärkt Tablets und eReader stehen. Doch in Europa ist die Branche noch krisensicher. Da eBooks in Europa noch nicht so verbreitet sind, machen diese elektronischen Lesegeräte den Büchern hier noch keine Konkurrenz. Sollte sich die Marktstruktur in Zukunft jedoch ändern, könnten auch hier Buchhändler unter Druck geraten.

Leave a Reply